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Parteigeschichte

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Von BGB bis heute im Kanton Freiburg

Die Schweizerische Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) ist seit fast einem Jahrhundert Teil der politischen Landschaft in Freiburg. Die Gründung der kantonalen Sektion von Robert Colliard geht auf das Jahr 1923 zurück und findet ihren Ursprung im Vivisbachbezirk. Die erste Teilnahme an den eidgenössischen Wahlen war 1928. Aber die Partei musste bis 1939 auf den ersten Sitz im Nationalrat warten, der von Robert Colliard besetzt wurde. Dieser überzeugte Agrarpolitiker und Sänger der „Ranz des vaches“ bei der „Fête des vignerons“ von 1927 kehrte ab 1951 für drei weitere Mandate in die Grosse Kammer zurück, trat aber 1960 zugunsten von Gabriel Kolly zurück, der den Rest der Legislaturperiode beenden wird.

Dann folgte eine lange Periode von zwanzig Jahren, nämlich zwischen 1963 und 1983, als die Partei keine Vertretung im Nationalrat innehatte und im Grossrat stagnierte. Ein Trend, der auch auf nationaler Ebene beobachtet wurde. Trotz des Zusammenschlusses des BGB und der Demokratischen Parteien der Kantone Glarus und Graubünden im Jahre 1971 unter dem Namen Schweizerische Volkspartei, bleibt der Name BGB bis 1986 im Kanton Freiburg, um damit in der Nähe ihrer bäuerlichen Wählerschaft zu verbleiben. Die Doppelbezeichnung SVP-BGB wird auf verschiedenen Bezirkslisten noch einige Jahre andauern.

Die Übernahme des neuen nationalen Namens und die Modernisierung des politischen Programms hauchen der Partei neues Leben ein. Sie erobert im Jahre 1983 einen Sitz im Nationalrat, der von 1987 bis 1995 von Staatsrat Joseph Cottet und Bernard Rohrbasser besetzt wird. Obwohl die SVP in der Deutschschweiz von ihrem Erfolg gegen den Beitritt zum EWR profitiert, wird die SVP Freiburg ihren Sitz im Jahre 2003 mit Hilfe des Unternehmers Jean-François Rime erobern. Die SVP des Kantons Freiburg markiert 2015 einen Meilenstein in ihrer Geschichte, indem sie mit Pierre-André Page, ein Landwirtschaftsvertreter, einen zweiten Sitz im Nationalrat gewinnt. Die SVP ist mit knapp 26% Wähleranteilen somit die wählerstärkste Partei des Kantons. Ein Fortschritt, der leider nicht lange anhält : 2019 verliert die SVP ihren zweiten Sitz und wird Opfer der „grünen Welle“, die in der ganzen Schweiz passierte.

Die SVP des Kantons Freiburg ist seit dem Rücktritt von Raphaël Rimaz im Jahr 1996 nicht mehr im Staatsrat vertreten, während dieser Sitz von SVP-BGB im Staatsrat lange Zeit von Georges Ducotterd (1952-1971) besetzt war, und dann von Joseph Cottet (1971-1981) sowie Raphael Rimaz selbst (1986-1996). Trotz der Verdopplung der Stimmenanteile bei den kantonalen Wahlen ist die SVP nicht mehr im Staatsrat vertreten.

Die SVP wird von allen als Partei anerkannt, die bereit ist, ihre Verantwortung zu übernehmen. Aus diesem Grund hat sie seit 1971 sieben Mal den Grossrat geleitet. Unter den ersten Bürgern des Kantons können wir nennen: Gabriel Kolly (1971), Maurice Colliard (1978), Marcel Gavillet (1989), Elisabeth Leu-Lehmann (1999), Pierre-André Page (2009), Katharina Thalmann-Bolz (2014) und Roland Mesot (2019).

 

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