Botschaft des Kantonspräsidenten zum 1. August
Es freut mich an diesem 1. August mit einigen Worten im Namen der SVP Freiburg an Sie zu wenden.

Liebe SVP-Familie
Wie Sie wissen, ist 2026 ein besonders wichtiges Jahr für uns und unseren Kanton.
Mit den bereits vergangenen Gemeindewahlen und den bevorstehenden Kantonswahlen bietet sich uns in diesem Jahr die Chance, unsere politische Vertretung in den verschiedenen Räten zu stärken und weiter auszubauen.
Die Gemeindewahlen im März waren ein wirklicher Erfolg für die SVP Freiburg. Wir haben eine Vielzahl von Sitzen im gesamten Kantonsgebiet gewonnen. Dies ist ein erfreuliches Ergebnis, vor allem aber die Anerkennung der Arbeit, die von unseren Kandidatinnen und Kandidaten geleistet wurde, oft mit begrenzten Mitteln auf lokaler Ebene. Ich möchte ihnen an dieser Stelle herzlich danken. Diese Siege gehören ihnen, und sie gehören unserer ganzen politischen Familie.
Vielen Dank für dieses Engagement, für Ihre Präsenz vor Ort und für die bisher geleistete Arbeit.
Der nächste wichtige Termin sind die Kantonswahlen vom 8. November. Wir werden erneut jede und jeden von Ihnen brauchen. Wir haben glaubwürdige Kandidatinnen und Kandidaten, die regelmässig den Kontakt zur Bevölkerung suchen. Dies bleibt eine gemeinsame Anstrengung, denn wir müssen so oft wie möglich gesehen und gehört werden, sobald sich die Gelegenheit bietet. In den Dörfern wie in den Städten müssen wir ruhig und klar erklären, wofür wir einstehen und warum wir dies tun.
Wir wollen einen Kanton, in dem es sich weiterhin gut leben lässt, der seine Ausgaben im Griff hat, der seine Familien und seine Wirtschaft unterstützt, der Sicherheit gewährleistet und eine hohe Lebensqualität bewahrt. Die Botschaft ist einfach: Bewahren wir, was wir lieben!
Dieser Tag gibt uns auch die Gelegenheit, uns daran zu erinnern, was unser Land aufgebaut hat. Unsere Schweizer Eidgenossenschaft ist das Ergebnis einer langen Geschichte, geprägt von Kompromissen, gegenseitigem Respekt zwischen unseren Kulturen, Sprachen und Regionen, und vor allem von einem unbeugsamen Willen, Herr unseres eigenen Schicksals zu bleiben. Seit dem Bundesbrief von 1291 haben unsere Vorfahren es verstanden, unsere Unabhängigkeit gegenüber den uns umgebenden Mächten zu bewahren. Es ist eben dieser Wille, der im Laufe der Jahrhunderte einen der wertvollsten Pfeiler unserer nationalen Identität geformt hat: die Neutralität.
Unsere Neutralität ist das Ergebnis einer Geschichte, einer wohlüberlegten Entscheidung, die es uns ermöglicht hat, die schlimmsten Wirren unseres Kontinents zu durchqueren, ohne in sie hineingezogen zu werden. Sie hat es der Schweiz ermöglicht, zu einem Land des Friedens, des Dialogs und des Vertrauens zu werden, das von allen respektiert wird.
Doch diese Neutralität wird heute in Frage gestellt. Unter dem Deckmantel internationaler Solidarität oder diplomatischen Drucks möchten einige uns dazu bringen, dieses Gründungsprinzip aufzugeben, jenes, das gerade unsere Stärke und unsere Einzigartigkeit im Konzert der Nationen ausmacht. Deshalb ist die Abstimmung über die Neutralität, die uns dieses Jahr noch erwartet, von entscheidender Bedeutung. Es geht um die Bewahrung eines wesentlichen Pfeilers unserer Souveränität und unserer Identität. Genau jenes, das wir auch heute feiern, unsere Neutralität.
Wir werden erneut präsent sein müssen, erklären, überzeugen und verteidigen, was die Stärke unseres Landes seit Generationen ausmacht.
Der Nationalfeiertag ist ein Moment, um unsere Familien, unsere Freunde und unsere Gemeinden zu geniessen. Nehmen wir uns die Zeit, uns wiederzufinden.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen einen schönen Nationalfeiertag, voller Geselligkeit und Zuversicht in die Zukunft.
Nochmals vielen Dank für alles, was Sie für die SVP Freiburg tun.
Es lebe Freiburg und es lebe die Schweiz
Timon Gavallet
Präsident der SVP Freiburg
